häufige Fragen

häufigste Fragen

Häufig gestellte Fragen:

1. Wie wird der Hubschrauber alarmiert?

    Der „normale“ Notruf über 112 landet bei der zuständigen Feuerwehrleitstelle der Stadt oder des Kreises. Wird der Rettungshubschrauber angefordert, entsendet der Leitstellendisponent der Feuerwehr Duisburg den RTH nach festgelegten Kriterien.

2. Wann kommt der Hubschrauber eigentlich?

    Der RTH kommt bei Verkehrsunfällen, Arbeits-, Haus- und Sportunfällen und bei akuten Erkrankungen, wenn ein Notarzt erforderlich ist. Wenn z.B. ein bodengebundener Notarzt (NEF), der für diesen Bereich zuständig wäre, im Einsatz ist. Oft sind die Verletzungen/Erkrankungen eines Patienten derart schwer, dass ein Transport in eine „Spezialklinik“ notwendig ist. Um einen schnellstmöglichen und schonenden Transport zu ermöglichen wird der RTH dann von einem bereits vor Ort befindlichen Notarzt nachalarmiert. Organtransport Suchflüge um Polizei und Feuerwehr zu unterstützen, z.B. bei Meldung “Person im Wasser”

3. Wer kommt denn da geflogen?

Die Besatzung des Rettungshubschrauber Christoph9 besteht aus

    dem Piloten der Bundespolizei, dem Notarzt aus der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Duisburg und dem Rettungsassistenten der Feuerwehr Duisburg.

4. Wer bezahlt den RTH?

    Wenn Sie (indirekt) den Hubschrauber alarmieren, entstehen Ihnen keine Kosten, auch nicht bei Fehleinsätzen. Die ärztliche Erstversorgung und den Patienten-Transport zahlen die Krankenkassen. Die Einsatzkosten werden direkt mit den Sozialversicherungsträgern abgerechnet.

5. Was kann der RTH?

    Der wesentliche Vorteil des Rettungshubschraubers: er bringt den Notarzt auf schnellstem Wege zum Verletzten. Das ist besonders wichtig, weil der Zeitpunkt der ärztlichen Erstversorgung in vielen Fällen über Leben und Tod entscheidet. Der Hubschrauber ist mit allem ausgerüstet , was der Arzt zur Notfallbehandlung braucht. Er kann Patienten aufnehmen und sie in kürzester Zeit in die nächste, geeignete (Spezial-) Klinik transportieren. Der Hubschrauber fliegt ruhig und vibrationsarm, so dass der Patient schonend und optimal versorgt transportiert wird.

6. Wie funktioniert so ein Einsatz?

    Nach dem Auslösen des Alarms zum Rettungseinsatz startet der Pilot den Hubschrauber und wartet auf das Team, Notarzt und Rettungsassistent. Letzterer, gleichzeitig HEMS-Crew-Member erhält die nötigen Informationen über Einsatzort und Einsatzart. Den Arzt erreicht der Alarm über einen Funkmeldeempfänger.

Spätestens 2 Minuten nach Alarmierung hebt Christoph 9 zum Einsatz ab.

Für die Navigation bis zum Einsatzort sind nun Pilot und Rettungsassistent in den nächsten Minuten voll gefordert. Nach dem Auffinden der Einsatzstelle trifft der Pilot spontan und unter Abwägung aller Risiken die entscheidende Auswahl des Landeplatzes. Dazu ist ggf. ein kurzer Überflug rund um den Einsatzort notwendig. Hindernisse, Landefeldgröße und die aktuellen Windverhältnisse sind nur einige der Kriterien, die es jedes Mal zu berücksichtigen gilt.

Sicher am Boden gelandet verlässt die medizinische Crew den Hubschrauber und begibt sich, ggf. durch Feuerwehr- oder Polizeikräfte unterstützt, auf direktem Weg zum Patienten.

Nachdem der Patient versorgt wurde, wird an der Einsatzstelle entschieden ob der Patient mit dem Rettungswagen oder dem Hubschrauber in die seiner Verletzung, bzw. Erkrankung entsprechende, bestmögliche Klinik transportiert wird.

Der Pilot checkt den Hubschrauber während dieser Zeit mit einer kurzen Durchsicht und bereitet den eventuellen Patiententransport vor. Ist der Patient intensiv betreuungspflichtig wird der Sitz des Rettungsassistenten um 180° gedreht.

Ebenfalls werden schon mal Kurs und Entfernung zum Krankenhaus bestimmt um unmittelbar nach dem Einladen des Patienten starten zu können.

Nach der Übergabe des Patienten in der Zielklinik ist der Rettungshubschrauber sofort wieder Einsatzbereit.

Fliegt er zur Station zurück wird dort je nach Einsatzdauer der Kraftstoff wieder auf den Einsatzvorrat aufgefüllt. Die mitgeführte Kerosinmenge reicht aus, um mit dem Hubschrauber 90 Minuten zu fliegen. Darüber hinaus werden Verbrauchsmaterialien wie Medikamente, Sauerstoff, Accu´s usw. durch den Rettungsassistenten ersetzt.

 

7. Wann kann der RTH nicht fliegen?

    Besonderheit eines Rettungshubschraubers ist die Abhängigkeit von Witterungs- und Sichtbedingungen. Obwohl Rettungshubschrauber auch nachts eingesetzt werden können, ist das Risiko für Landungen in unbekanntem Gelände dabei so hoch, dass sich die Dienstzeit nur auf die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang beschränkt. Nachteinsätze sind dementsprechend selten. Hingegen ist die nächtliche Luftrettung auf dem Sektor der interklinischen Patienten-Verlegungsflüge keine Besonderheit mehr.

Die Vor- und Nachteile der Durchführung eines Fluges müssen gegeneinander abgewogen werden. In Zweifelsfällen trifft – was fliegerische Belange wie z.B. Witterungs- und Sichtbedingungen angeht – der Pilot die Entscheidung ob ein RTH-Einsatz möglich ist. Er hat die Verantwortung für die Sicherheit seines Hubschraubers und der Besatzung.

(C) copyright R.Wolfger

 

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